Preiskalkulation
Spätestens während der Erstellung des Businessplans müssen Sie darüber nachdenken, welche Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Leistung anbieten, und welchen Preis Sie für ein Produkt oder eine Dienstleistung verlangen können.
Eine sorgfältige und durchdachte Preiskalkulation ist grundlegend für den Erfolg der Unternehmung.
Das Modul „Preiskalkulation“ hilft Ihnen, Ihren Angebotspreis exakt zu kalkulieren (inkl. Lebenshaltungskosten, betriebliche Fixkosten, Arbeitsstunden, den Mindeststundensatz, sowie den Stundenverrechnungssatz).
Mit Klick auf den Menüpunkt „Preiskalkulation“ auf der Übersichtsmaske startet das Modul automatisch.

Zunächst führt Ihnen der Einführungstext noch einmal kurz vor Augen, warum Sie Ihre Preise und Kosten genau planen sollten.
Über den Menüpunkt Daten eingeben in der linken Navigationsleiste gelangen Sie zur Dateneingabe.

Sie können auch über die Pfeile in der Symbolleiste die verschiedenen Kalkulationen Schritt für Schritt durchlaufen.

Auf der ersten Maske berechnen Sie die Lebenshaltungskosten. Dies ist der Betrag, den Sie zur Deckung Ihrer monatlichen privaten Ausgaben benötigen. Zu den Lebenshaltungskosten zählen z. B. Miete und Nebenkosten, die Beträge für Versicherungen, ausgenommen die Beiträge zur Sozialversicherung, der Lebensunterhalt, also Ausgaben für Lebensmittel, Kosmetika, Kleidung. Planen Sie sicherheitshalber einen Reservebetrag ein, auf den Sie bei unvorhergesehenen Ereignissen (z. B. Reparatur oder Neuanschaffung von technischen Geräten) zurückgreifen können.

Zur Berechnung Ihrer Kosten geben Sie den jeweiligen Betrag in die letzte Spalte der Tabelle ein. Entscheiden Sie für jeden Betrag, ob dieser monatlich oder jährlich anfällt. Alle Kosten werden automatisch vom Programm für das gesamte Jahr und für jeden Monat berechnet.
Im zweiten Kalkulationsschritt ermitteln Sie die betrieblichen Fixkosten. Betriebliche Kosten setzen sich aus den betrieblichen Fixkosten und den Gemeinkosten zusammen.
Betriebliche Fixkosten sind Kosten, die selbst dann anfallen, wenn in einem Betrieb keine Umsätze erzielt werden. Die betrieblichen Fixkosten können auch als Bereitstellungskosten bezeichnet werden. Unter Gemeinkosten werden die Kosten verstanden, die erst durch die Geschäftstätigkeit entstehen. Zum Beispiel gehört die Telefonanschlussgebühr zu den Fixkosten, während die Gesprächsgebühren zu den Gemeinkosten zählen.
Zu den betrieblichen Fixkosten zählen die Büromiete sowie die Nebenkosten, Aufwendungen für die Bereitstellung von Kommunikationsdiensten oder die Reinigung der Büroräume.
Sollten in Ihrer Unternehmung weitere betriebliche Fixkosten anfallen, haben Sie die Möglichkeit, das Kontextmenü mit Klick auf die rechte Maustaste zu öffnen und einen neuen Eintrag zu erstellen.

Das Programm errechnet nach der Eingabe Ihrer Daten automatisch, wie hoch die jährlichen und monatlichen Fixkosten sind.

Eine weitere Größe in der Preiskalkulation ist die Berechnung der Arbeitsstunden pro Monat. Sie müssen als Unternehmer schließlich wissen, wie viele effektive Arbeitsstunden Ihnen zum Erbringen einer Dienstleistung oder für die Produktion zur Verfügung stehen.
Die Eingabefelder „Tage pro Kalenderjahr“, „Samstage / Sonntage“, „Feiertage“, „Krankheitstage“ sowie „Urlaubstage“ sind zur Unterstützung bereits vorbelegt, können jedoch individuell angepasst werden.
Anhand dieser Werte werden die gesamten Arbeitstage pro Jahr berechnet. Geben Sie dann noch die täglichen Arbeitsstunden an sowie die Arbeitstunden, die auf Bürotätigkeiten entfallen, also die so genannten unproduktiven Arbeitsstunden. Sie erhalten so die effektiv verrechenbaren Arbeitsstunden pro Monat.

Der nächste Kalkulationsschritt ist die Berechnung des Mindeststundensatzes. Sie navigieren über die Pfeiltasten in der oberen Symbolleiste zur nächsten Kalkulationsmaske.
Mit dem Mindeststundensatz ermitteln Sie, wie viel Geld Sie pro Stunde einnehmen müssen, um die Kosten der Unternehmung zu decken. Die Berechnungen der vorherigen Berechnungen werden hier berücksichtigt. Wichtig: In den Mindeststundensatz fließen noch keine Gewinne ein.
Der Mindeststundensatz wird berechnet, indem zunächst die monatlichen Lebenshaltungskosten und betrieblichen Fixkosten addiert werden. Diese Kosten werden dann auf die effektiven Arbeitsstunden pro Monat verteilt. Daraus ergibt sich der Mindeststundensatz. Der Mindeststundensatz ist der Betrag, den Sie pro Stunde verlangen müssen, um Ihre Kosten zu decken.

Da Sie als Unternehmer jedoch auch immer einen Gewinn erwirtschaften möchten, müssen Sie diesen noch zusätzlich aufschlagen, um den Stundenverrechnungssatz zu erhalten.
Die Kalkulationsmaske zur Berechnung des Stundenverrechnungssatzes erreichen Sie über die Pfeiltasten der oberen Symbolleiste.
Sie müssen lediglich den Gewinnzuschlag pro Monat eintragen. Dieser Gewinn wird anschließend pro Stunde errechnet und zum errechneten Mindeststundensatz addiert. Geben Sie schließlich noch die aufzuschlagende Mehrwertsteuer ein, erhalten Sie Ihren Angebotspreis je Arbeitsstunde.

Ihre eingegebenen Daten werden automatisch gespeichert und können jederzeit erneut über den Menüpunkt „Ergebnis anzeigen“ in der Navigationsleiste eingesehen werden.