Mai 2004
Ausgabe 5
Bundesministerium für Weiterbildung und Arbeit BMWA Softwarepaket






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Newsletter Mai 2004
Liebe Leserinnen und Leser,
der monatliche Softwarepaket-Newsletter informiert Sie umfassend über aktuelle Neuheiten des BMWA-Softwarepakets. Anschauliche Beispiele, umfangreiche Tipps und viele nützliche Hinweise möchten Ihnen den Umgang mit den Programmen erleichtern und Sie in Ihren täglichen Aufgaben bestmöglich unterstützen. Darüber hinaus bietet Ihnen der Newsletter einen Einblick in die Funktionen der CD-ROM BMWA-Kleingründungen, die speziell für Gründer von Kleinunternehmen und freiberuflichen Tätigkeiten entwickelt wurde.

Viel Erfolg wünscht Ihnen
Ihr
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
 


 
Fortsetzungsreihe Liquidität Teil 4: Rundum-Check „Liquidität“ im Gründungsplaner 1
 
Die Fortsetzungsreihe Liquidität, deren letzter Teil Ihnen in dieser Ausgabe des Newsletters vorgestellt wird, möchte Ihnen näher bringen, wie Sie mit Hilfe des BMWA-Softwarepakets eine sorgfältige betriebliche Liquiditätsplanung erstellen können.  Die vorangegangenen Ausgaben des Newsletters haben Sie bereits über die zeitgerechte Erfassung sowie die Möglichkeit zur strategischen Planung der betrieblichen Liquidität mit Hilfe des Gründungs- bzw. des Unternehmensplaners informiert.  Abschließend möchte Ihnen die Mai-Ausgabe einige zusätzliche Instrumente im Gründungsplaner vorstellen, die dazu beitragen, in einem Rundum-Check Ihre Liquidität aus mehreren Blickwinkeln zu beleuchten und Ihre finanziellen Planungen entsprechend abzustimmen.
 
So finden Sie an den wichtigen Eckpunkten Ihrer Finanzplanung - in der Liquiditätsvorschau, im Kapitalbedarfsplan, im Finanzierungsplan sowie in der Rubrik Kredite - jeweils spezielle Funktionen und Kontrollmechanismen, die Ihnen direkt Auskunft über Ihre aktuelle Liquidität geben und Ihnen somit wichtige Anhaltspunkte für die konkrete Planung liefern:
In der Liquiditätsvorschau beispielsweise lässt sich die Liquidität Ihres Gründungsvorhabens mittels manueller Eingabe von Krediten simulieren, damit Sie sich vorab ein Bild davon machen können, wie sich ein Kredit - und der damit verbundene Kapitaldienst -  auf Ihre Liquidität auswirken. Im Kapitalbedarfsplan haben Sie die Möglichkeit, Ihre Liquidität hinsichtlich eines festgelegten Zeitraums zu prüfen und somit festzustellen, für welchen Zeitraum Sie überhaupt einen Kapitalbedarf zu verzeichnen haben. Der ermittelte Kapitalbedarf wiederum lässt sich im Kredite-Modul anzeigen, um die notwendige Höhe des Kredits zu bestimmen.
 
Durch die Verknüpfung der wichtigen Instrumente einer Finanzplanung lässt sich Ihre Liquidität effizient auf Herz und Nieren prüfen.
 
 
Mehr über die Möglichkeiten im Gründungsplaner zum Rundum-Check Ihrer Liquidität erfahren Sie hier.
 
Die Teile 1-3 der Fortsetzungsreihe Liquidität  finden Sie im Newsletter-Archiv.
 



 

Rating 2
 
Rating und Basel II  
Dem Thema Rating kommt insbesondere seit den neuen Richtlinien des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, bekannt unter dem Namen „Basel II“, besondere Bedeutung zu. Zielsetzung von Basel II ist die Stärkung der Banken- und Kreditwirtschaft mit dem Ziel, Finanzkrisen zu verhindern. Aus diesem Grund regelt ein gewichtiger Teil von Basel II die Praxis der Kreditvergabe neu.
Nicht nur Sie als Kreditnehmer, sondern auch Ihr Kreditinstitut selbst muss für jeden Kredit Sicherheiten stellen und daher einen bestimmten Eigenkapitalanteil hinterlegen. Belief sich dieser Eigenkapitalanteil nach Basel I noch auf pauschale 8 % der Kreditsumme, ist die Höhe der Eigenkapitalhinterlegung nach Basel II nun risikoorientiert und daher abhängig von der Bonität eines Kreditnehmers. Für einen Kreditnehmer mit guter Bonität muss eine Bank somit weniger Eigenkapital hinterlegen als für einen Kreditnehmer, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls sehr hoch ist.
 
Was aber bedeutet dies für Sie als Kreditnehmer? - Bei guter Bonität können Sie mit entsprechend günstigeren Kreditkonditionen rechnen als bei schlechter Bonität: Ein geringeres Risiko für die Bank bedeutet also bessere Zinskonditionen für den Kreditnehmer.

Die Bonität bzw. die Ausfallwahrscheinlichkeit ihrer Kreditnehmer ermitteln die Kreditinstitute mit Hilfe von Ratings (englisch to rate = bewerten). Mittels umfangreicher Fragenkataloge, die sämtliche Bereiche einer Unternehmung abdecken, werden die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer genauestes "unter die Lupe genommen“.
 
Ein Rating stellt daher hohe Anforderungen an die Informationssysteme von Unternehmen – Transparenz ist dabei eine der wichtigsten Voraussetzungen! Die einem Rating zugrunde liegenden Unterlagen müssen daher wesentliche Eigenschaften, wie Zeitnähe, Übersichtlichkeit, Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit, aufweisen. Die Notwendigkeit eines guten Berichtswesens kann dabei auch für Sie und Ihr Unternehmen selbst von Vorteil sein: Die Formalisierung und stete Aktualisierung Ihrer Unterlagen hilft Ihnen dabei, die Risiken Ihres Unternehmens frühzeitig aufzudecken, verborgene Potenziale zu nutzen und die Kontrolle über Ihr Unternehmen zu optimieren.
 
 
Das Rating-Modul im Unternehmensplaner  
Mit Hilfe des Rating-Moduls im BMWA-Unternehmensplaner haben Sie die Möglichkeit, den bankenüblichen Rating-Prozess einmal näher kennen zu lernen und sich vorab ein Bild davon zu machen, welche Fragen bei einem Rating auf Sie zukommen können.
 
Zur Verfügung steht  Ihnen zum einen der übersichtliche RatingCheck, mit dessen Hilfe Sie zunächst eine Selbsteinschätzung Ihres Unternehmens vornehmen und anschließend mit der Auswertung eines punktuellen Fragenkatalogs vergleichen. Dazu machen Sie beispielsweise Angaben zu Eigenkapitalquote und Cash-Flow, zur Aussagefähigkeit Ihrer Unterlagen, Managementqualifikation, Geschäftsentwicklung oder Kreditspielraum und Kontoführung. Nutzen Sie den RatingCheck, um anhand wesentlicher Abfragepunkte gezielt die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens aufzudecken.
 
Zum anderen finden Sie im Rating-Modul den RatingAnalyst, der Sie durch alle Bereiche eines banküblichen Ratingprozesses führt und Sie gezielt auf ein späteres Banken-Rating vorbereitet. Dazu werden mittels umfangreicher Fragenkataloge eine Branchenanalyse sowie eine quantitative und qualitative Analyse erstellt. Unter die quantitativen Faktoren fallen die „nackten“ Zahlen eines Unternehmens, also eine Analyse des Jahresabschlusses mittels Kennzahlen: Hier interessieren vor allem Liquidität, Rentabilität, Produktivität sowie die Finanzstruktur Ihres Unternehmens. Unter die qualitative Bewertung fallen personelle, organisatorische und konzeptionelle Faktoren: Die Qualifikation Ihres Managements, das Organisationssystem,  Marktstellung, unternehmerische Planungs- und Kontrollinstrumente etc. Nutzen Sie den RatingAnalyst, um einen Überblick über die Inhalte und Fragen eines potenziellen Banken-Ratings zu erhalten.
 
Sowohl das im RatingCheck als auch das im RatingAnalyst ermittelte Rating-Ergebnis ist keine bankübliche Bonitätsbewertung in Form einer Note. Vielmehr ist das Rating-Modul des Unternehmensplaners als fundierte Stärken- und Schwächenanalyse konzipiert, die als Analyse dienen und mögliche Defizite Ihres Unternehmens aufdecken möchte.
 
 
Mehr über die Inhalte des RatingCheck im Unternehmensplaner erfahren Sie hier.
 
Mehr über die Inhalte des RatingAnalyst im Unternehmensplaner erfahren Sie hier.
 
 
Das Rating-Modul ist auch auf der begleitenden Internetseite des BMWA-Softwarepakets unter www.bmwi-softwarepaket.de/rp/ als Online-Programm verfügbar und kann über ein passwortgeschütztes Konto genutzt werden.
 


 
Die Funktionen der CD-ROM BMWA-Kleingründungen 3
 
Neben den zahlreichen Anwendungen zur Vorbereitung und zur konkreten Realisation kleinunternehmerischer Tätigkeiten, die bereits in den letzten drei Ausgaben des Newsletters vorgestellt wurden, enthält die CD-ROM BMWA-Kleingründungen noch weitere Module, die Sie bei Ihren täglichen Aufgaben im unternehmerischen Alltag unterstützen. So finden Sie in BMWA-Kleingründungen beispielsweise hilfreiche Funktionen, die Ihnen das Schreiben von Rechnungen und Mahnungen erleichtern.
 

Rechnungen und Mahnungen schreiben  
Wenn erwartete Zahlungseingänge ausbleiben, kann dies für Unternehmen schnell zu finanziellen Engpässen führen: Wer lange auf sein Geld wartet, wird selbst Schwierigkeiten haben, beispielsweise eigene Rechnungen zu bezahlen oder notwendige Neuanschaffungen zu finanzieren. Nur, wer dem Schreiben von Rechnungen und Mahnungen die nötige Aufmerksamkeit widmet, kann der oftmals schlechten Zahlungsmoral von Kunden aktiv begegnen und sie dazu bewegen, ausstehende Forderungen zu begleichen.
Um Ihnen Hilfestellungen für das Schreiben von Rechnungen und Mahnungen zu geben, enthält die CD-ROM BMWA-Kleingründungen verschiedenartige Mustervorlagen und unterstützt Sie bei der Verwaltung Ihres Schriftverkehrs.
 
Über ein Kontextmenü im Geschäftsjournal lässt sich zu jedem der dort verzeichneten Geschäftsvorfälle ein vorgefertigtes Rechnungs- bzw. Mahnungsformular aufrufen und in einem Editor bearbeiten. Neben Ihren Firmendaten, die unter Einstellungen erfasst sind, werden auch alle relevanten Daten des entsprechenden Geschäftsvorfalls automatisch in die Vorlage übernommen, so dass Sie das erbrachte Produkt bzw. Ihre Leistung, Rechnungsdatum und -betrag nicht manuell einzugeben brauchen. Auf diese Weise erstellt das Programm schnell und einfach per Mausklick die passende Rechnung bzw. Mahnung zu jedem Ihrer Kunden. Darüber hinaus wird jedes Schreiben, das Sie über das Geschäftsjournal verfassen, dort automatisch mit Datum vermerkt, so dass Sie stets genauestens im Bilde sind, welchem Kunden Sie wann eine Rechnung bzw. Mahnung geschrieben haben.
 
Hilfreiche Tipps zum Schreiben von Rechnungen und Mahnungen finden Sie auch auf der begleitenden Webseite zu BMWA-Kleingründungen: Neben einer genauen Anleitung zum Umgang mit den Mustervorlagen erhalten Sie hier auch wichtige Hinweise zu formalen und steuerrechtlichen Aspekten des Rechnungs- und Mahnwesens:
  • Welche Angaben sollte eine Rechnung enthalten?
  • Welche Zahlungsfristen setzt man seinen Kunden?
  • Was bedeutet „Vorsteuer“ und wann darf man sie abziehen?
  • Was tun, wenn ein Kunde seine Rechnungen nicht begleicht?
  • Wann schreibt man die erste, zweite oder dritte Mahnung?
 
Zum Tipp über das Schreiben von Rechnungen gelangen Sie hier.
 
Mehr über das Schreiben von Mahnungen erfahren Sie hier.
 
 
Weitere Informationen, Downloads und online zugängliche Anwendungen zu BMWA-Kleingründungen erwarten Sie auf der Internetseite www.bmwi-softwarepaket.de/kleingruendungen/
 


 
Ankündigungen 4
 
Um seine Angebote auch weiterhin gezielt auf die Bedürfnisse von Existenzgründern und jungen Unternehmen anpassen zu können, wird das BMWA künftig in unregelmäßigen Abständen Umfragen unter Gründerinnen und Gründern durchführen. Ziel dieser Umfragen wird sein, Anregungen, Erfahrungen und „Nöte“ aus der unternehmerischen Tätigkeit aufzugreifen und diese zur Verbesserung der BMWA-Produkte zu verwenden. Die Umfragen werden auf elektronischem Wege (via eMail) durchgeführt und können mit wenigen Mausklicks einfach und schnell beantwortet werden. Auch Ihre Meinung als Abonnent/in des BMWA-Newsletters ist dabei gefragt! Nutzen Sie diese Möglichkeit, dem BMWA Ihre persönlichen Anregungen mitzuteilen und dadurch zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der BMWA-Publikationen beizutragen. Die erste Umfrageaktion wird Anfang Juni durchgeführt - über Ihre Mithilfe würden wir uns sehr freuen!
 

   
Weitere Informationen erhalten Sie auch auf folgenden Internetseiten:

www.bmwa.bund.de
www.bmwi-softwarepaket.de
www.bmwi-softwarepaket.de/kleingruendungen/
www.existenzgruender.de
www.pro-mittelstand.org
Zur kostenlosen Bestellung des neuen BMWA-Softwarepakets 7.0 klicken Sie bitte hier.
   
   
Dieser Newsletter dient ausschließlich Ihrer Information. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit übernimmt keinerlei Haftung für seinen Inhalt.  
   
Fragen und Anregungen zum Newsletter richten Sie bitte an newsletter@bmwi-softwarepaket.de  
   
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